Filmkritik zu Minions & Monsters – ab dem 01.07.26 im Kino

Nach dem Mega-Hit „Ich – einfach unverbesserlich“ aus dem Jahre 2010 und dem noch größeren Spin-Off im Jahre 2013, erscheint 2015 der erste Minions-Film. Dieser erzählt erst die Entstehung der gelben Hauptfiguren und geht dann über in eine spektakuläre Reise von Kevin, Stuart und Bob, auf der Suche und dem Dienen vom größten Gauner der Welt. Über New York City bis hin zu Orlando und schließlich London, erleben wir zahlreiche pointierte Gags rund um die gelben Hauptdarsteller und ihre Aufgabe, die Krone der Queen zu stehlen um diese ihrem Boss, Scarlet Overkill, zu überreichen. Ein Cliffhanger verweist gegen Ende auf die Fortsetzung, in welcher der junge Bösewicht Gru eine wichtige Rolle spielt. Doch für die Lacher im zweiten Teil sind wieder die gelben Tollpatsche verantwortlich, primär Kevin, Stuart und Bob.

Im dritten Teil der Minions-Reihe, die am 01.07.2026 erscheint, treten die drei Hauptminions nur noch in Cameo-Rollen auf, die neuen Stars sind James, Henry und Ed. Auch hat sich der Handlungsspielraum von 1968 bzw. den 70er in die 1920er verlagert. So sehen wir Anleihen und Huldigungen an „Casablanca“ und Humprey Bogart und natürlich „Sam“, der auch hier noch einmal in die Tasten des Klaviers hämmern darf. Es gibt „Die Mumie“, Legionärsanleihen und auch Charly Chaplin darf in einer eigenen Interpretation nicht fehlen.

Minions & Monster erzählt die Geschichte von ihrer Entdeckung als Schauspieler in einem Stummfilm und ihrem Scheitern im ersten Film der Geschichte mit Ton. Hier nehmen sich die Drehbuchschreiber selber aus Korn. Grund: Doch mit neuem Mut machen sie sich daran, einen eigenen Horrorfilm zu produzieren. Zuvor steht jedoch die Suche nach einem passenden Monster auf der To-Do-Liste. Dazu bedienen sie sich eines alten, magischen Buches und schaffen es tatsächlich, ein Monster zu beschwören.

Als neuer Hauptcharakter gesellt sich Regisseur Max, gesprochen von Christopher Waltz, zum Cast. Wie James, Henry und Ed trägt er den Film wesentlich mit. Sein gelassener Wiener Schmäh soll für die ruhigen Momente im Film sorgen und eine gewisse Komik transportieren. Das klappt bei dem jungen Publikum hervorragend, bei den älteren Zuschauern weniger. Auch Bill & Tom Kaulitz, die Brüder von Tokio Hotel, sind mit ihren Stimmen dabei. Ob sie den Film bereichern, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Fazit:

Der dritte „Minions“-Film und insgesamt siebte Film der „Ich – Einfach unverbesserlich“-Reihe, geht neue Wege. Er ersetzt die bekannten drei Minions durch drei andere, was aber voll OK geht. Die ruhige Stimme von Christopher Walz dämpft für uns eher das Vergnügen, als es zu steigern. In Erinnerung bleibt die explosive Zugfahrt, der Haiangriff (der leider nichts zur Story beiträgt) und natürlich das glitschige Monster mit tausenden von Augen. Die Gagdichte ist besonders in den ersten 20 Minuten recht hoch, danach fällt sie etwas ab. Warum Gru so gut wie nur im Abspann vorkommt, bleibt uns ein Rätsel. Dennoch: Minions-Fans kommen voll auf ihre Kosten, James und Henry ersetzen Kevin, Stuart und Bob recht gut und auch die Lachmuskeln haben ordentlich zu tun.

Offizieller Kinostart: 1.7.26

Text: Daniel Melegi

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