Zwei neue Bürgermeister für Ingolstadt

Oberbürgermeister Dr. Michael Kern (Mitte), Zweiter Bürgermeister Franz Wöhrl (l.) und der Dritte Bürgermeister Christian DeLapuente (r.). (Foto: Sabrina Wobker / Stadt Ingolstadt)

Ingolstadts neue Bürgermeister-Ebene steht: In den ersten beiden Sitzungen hat der Stadtrat den Zweiten und Dritten Bürgermeister für die Periode bis zum Jahr 2032 gewählt. Mit 27 Stimmen wurde Franz Wöhrl als Zweiter und mit 32 Stimmen Christian DeLapuente als Dritter Bürgermeister ernannt. Dabei gibt es eine Neuerung: Die Position des Dritten Bürgermeisters ist nun nicht mehr haupt- sondern wieder ehrenamtlich. Eine Oberbürgermeister-Wahl stand heuer nicht an, da Dr. Michael Kern bereits im vergangenen Jahr sein Amt als Oberbürgermeister antrat.

Auch in der Organisationsstruktur gibt es aktuelle Entwicklungen: Auf Referatsebene gibt es künftig ein weiteres Referat, zuständig für die Themenbereiche Umwelt, Nachhaltigkeit und Transformation. Zudem ist die Gliederung der Ausschüsse geändert worden. So werden die bisher getrennt tagenden Ausschüsse für Personal sowie der für Finanzen künftig zusammengelegt. Die Zahl der Sitze in diesem Gremium wird auf 17 erhöht. Dasselbe gilt für den Kultur- und Bildungsausschuss. Auch im Stadtentwicklungsausschuss wird die Anzahl der Sitze um drei erhöht. Damit soll es auch kleineren Gruppierungen ermöglicht werden, in den Ausschüssen stärker vertreten zu sein. Grundsätzlich richtet sich die Besetzung in den Ausschüssen nach den Stimmenanteilen im Stadtrat. Um der angespannten Haushaltslage Rechnung zu tragen, wurden die Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder der Mandatsträger um zehn Prozent reduziert.

Oberbürgermeister Dr. Michael Kern dankte in seiner Rede bei der konstituierenden Sitzung am 5. Mai den ausgeschiedenen beiden Bürgermeisterinnen Dr. Dorothea Deneke-Stoll und Petra Kleine sowie den nicht mehr im Gremium vertretenen Stadträten für ihre Arbeit und begrüßte die neu gewählten Amtsträger. „Im Stadtrat treffen unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Das ist gut so. Demokratie lebt nicht vom Gleichklang. Sie lebt von klaren Positionen, vom Ringen um den besten Weg – vom guten Kompromiss und vom Respekt voreinander. Wir werden nicht immer einer Meinung sein. Das wäre auch nicht ehrlich. Aber wir tragen gemeinsam Verantwortung. Für die Bürgerinnen und Bürger. Für die Leistungsfähigkeit unserer Stadt. Für die Zukunft Ingolstadts“, betonte der Oberbürgermeister. Die Herausforderungen sind groß, denn Ingolstadts finanzielle Lage ist schwierig: „Wir befinden uns in einer historischen Zäsur. Viele Entscheidungen werden enger, schwieriger und unbequemer. Das ist die Realität, vor der wir stehen. Aber diese Realität darf uns nicht lähmen. Sie hilft – und sie zwingt – uns zu fokussieren. Unser gemeinsames Ziel ist, dass wir wieder selbstbestimmt handeln können. Wir sparen also nicht gegen die Stadt, sondern für unsere Zukunft!“ Der Oberbürgermeister ist sicher: „Wenn wir im Stadtrat den gemeinsamen Kompass behalten, kann diese Amtsperiode eine wichtige werden: eine Amtsperiode der Konsolidierung, der Erneuerung und der neuen Handlungsfähigkeit.“

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen