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		<title>Ingolstadt muss extrem sparen!</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2025 06:03:27 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Stadt Ingolstadt sind weiterhin herausfordernd. Während unter anderem die Sach-, Personal- und Baukosten hoch sind bzw. steigen, gehen gleichzeitig die Einnahmen zurück, etwa bei der Gewerbesteuer. „Unsere Aufgaben und Ausgaben passen nicht mehr zu den Einnahmen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Michael Kern. Dies betreffe zwar sehr viele Kommunen in Bayern und Deutschland, macht aber gerade für Ingolstadt in den kommenden Jahren einige Einschnitte notwendig. In einem ersten Konsolidierungspaket wurden daher bereits&nbsp;2024&nbsp;rund&nbsp;60&nbsp;Millionen Euro eingespart. Für die kommenden Jahre wird dies allerdings nicht ausreichend sein. Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung nun ein zweites Konsolidierungspaket erarbeitet, das jährliche Einsparungen von weiteren&nbsp;30&nbsp;Millionen Euro in den kommenden drei Jahren (2026&nbsp;bis&nbsp;2028) vorsieht – insgesamt also rund&nbsp;90&nbsp;Millionen Euro. Die ersten Beschlüsse hierzu fasst der Stadtrat bereits in der kommenden Sitzung am Dienstag.</p>
<p style="line-height: 115%;"><span style="font-family: 'Helvetica',sans-serif; color: #0a0a0a;"><strong>Freiwillige Leistungen um&nbsp;20&nbsp;Prozent reduzieren</strong><br />
„Unser Ziel ist es, verträglich und mit Augenmaß vorzugehen“, erklärt der Oberbürgermeister in Hinblick auf die nun notwendigen Einschnitte. Einer der größten Blöcke ist die Reduzierung der Personalkosten um rund neun Millionen Euro pro Jahr – dies ist bereits in Umsetzung. Daneben müssen auch die Einnahmen erhöht werden, etwa über den Grundsteuerhebesatz. Rund acht Millionen Euro pro Jahr sollen so eingenommen werden. Die Entscheidung hierzu trifft der Stadtrat in der Juli-Sitzung.<br />
Bereits im Juni geht es in diesem Gremium um die sogenannten Freiwilligen Leistungen mit künftigen Einsparungen pro Jahr von&nbsp;20&nbsp;Prozent (1,5&nbsp;Millionen Euro). Dabei handelt es sich um Leistungen der Stadt Ingolstadt, die an Dritte (zum Beispiel Vereine und Einrichtungen) ausgezahlt werden. Die Reduzierung dieser Leistungen um&nbsp;20&nbsp;Prozent betrifft alle städtischen Referate, jedoch nicht alle Leistungen gleichermaßen: „Wir verzichten bewusst darauf, einfach überall die gleiche Summe zu reduzieren, weil es Bereiche gibt, in der Einsparungen nicht vertretbar sind“, erklärt Sozialreferent Isfried Fischer. Als Beispiele nennt er den Pflegebereich oder aber auch Notwohnungen. Im Gegenzug sei es deshalb aber notwendig, einzelne Leistungen auch vollständig zu streichen. </span></p>
<p><strong>Einsparungen in den Bereichen Kultur und Sport geplant</strong><br />
Diese Sachlage kennt auch Referent Marc Grandmontagne, der für Bildung und Kultur zuständig ist. Weil es im Bildungsbereich nur sehr geringe Einsparmöglichkeiten gibt, soll vor allem in der Kulturförderung gespart werden. Statt bisher&nbsp;530.000&nbsp;Euro sollen hier künftig nur noch Mittel in Höhe von rund&nbsp;300.000&nbsp;Euro zur Verfügung stehen. Einschnitte wird es auch im Bereich des Sports geben müssen. Wie Bürgermeisterin Dr. Dorothea Deneke-Stoll erklärt, sollen ab&nbsp;2026&nbsp;hier rund&nbsp;170.000&nbsp;Euro pro Jahr eingespart werden. Erreicht werden soll dieses Ziel über eine Reduzierung des Energie- und Wasserkostenzuschusses (von&nbsp;60&nbsp;auf&nbsp;40&nbsp;Prozent), über eine Verringerung der Vereinspauschale (von&nbsp;0,31&nbsp;auf&nbsp;0,20&nbsp;Euro) sowie eine Erhöhung des Nutzungsentgelts für städtische Sportanlagen um plus zehn Prozent.</p>
<p><strong>Aussetzung der Budgets für Bürgerhaushalt, Jugendparlament und Klimaprojekte</strong><br />
In der Sitzung des Stadtrates am&nbsp;3.&nbsp;Juni bittet die Stadtverwaltung das Gremium außerdem auch um einen Beschluss zur Aussetzung mehrere Budgettöpfe. Zum einen soll der Bürgerhaushalt der Bezirksausschüsse bis einschließlich des Jahres&nbsp;2029&nbsp;ausgesetzt werden &#8211; nicht betroffen sind bereits begonnene Maßnahmen. Zum anderen werden auch die Budgets des Jugendparlaments (30.000&nbsp;Euro pro Jahr) und des Klima-Projektfonds des Klimabeirates (17.500&nbsp;Euro pro Jahr) ausgesetzt. Oberbürgermeister Dr. Kern betont: „Diese Konsolidierungsmaßnahmen sind notwendig. Mir ist es aber wichtig zu betonen, dass es sich hierbei nur um eine Aussetzung der Mittelauszahlung handelt, nicht um eine Abschaffung. Mein Dank gilt der Verwaltung, die bei der Erarbeitung des Konsolidierungspakets sehr konstruktiv, sorgfältig und behutsam vorgegangen ist.“</p>
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