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	<title>Meinung</title>
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		<title>Wasser von oben und von unten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[@Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 04:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Baar-Ebenhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Hochwasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Sonntag, 23:30 Uhr. Ich fahre die B13 von Baar-Ebenhausen zurück nach Ingolstadt. Ob nun Feuerwehr, Polizei oder THW, überall Blaulicht. Vor mir hat sich ein Stau gebildet. Auch hier blinkt es ununterbrochen. Was <a class="mh-excerpt-more" href="https://megazin.de/2024/06/03/wasser-von-oben-und-von-unten/" title="Wasser von oben und von unten">[...]</a></p>
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<p></p>



<p></p>



<p>Es ist Sonntag, 23:30 Uhr. Ich fahre die B13 von Baar-Ebenhausen zurück nach Ingolstadt. Ob nun Feuerwehr, Polizei oder THW, überall Blaulicht. Vor mir hat sich ein Stau gebildet. Auch hier blinkt es ununterbrochen. Was ist da los? Ein BRK-Rettungswagen rettet gerade einen anderen BRK-Rettungswagen und schleppt ihn ab. Ich fühle mich wie das angehängte Fahrzeug ist: Ziemlich machtlos.</p>



<p>Es ist die Rückfahrt von einem Freund eines Freundes, dessen Keller in Bar-Ebenhausen vollgelaufen ist. So wie viele hunderte, wenn nicht sogar tausende anderer Keller in der Region. Aber dieser Keller ist groß. Sehr groß. Fünf oder mehr Räume, voll mit Pappkartons und viel Inhalt. Sie lagern in Regalen, aber auch auf dem Boden. Die Kartonunterseiten sind vollgesaugt und das Wasser steht zentimeterhoch über die gesamte Fläche. Mein Freund arbeitet gerade vor dem Haus an einer sehr kreativen Kombination aus Pumpe, Rohren, Schläuchen, Eimern, Aggregat und viel Panzertape, um die Wassermassen irgendwie drei Meter nach oben zu pumpen und schließlich über den weiträumigen Garten auf die Straße zu leiten. Wir sind drei oder vier Helfer, die mit langstieligen Besen und Schabern das Nass aus den einzelnen Kellerräumen in den Kellerflur drücken, Richtung Pumpe vor der Tür. Die anderen halten die Rohre oder kümmern sich um das Aggregat, welches immer wieder ausgeht. Wenigstens funktioniert es sporadisch, im Gegensatz zum Licht. Strom gibt es schon seit Stunden nicht und so leuchten wir uns selber mit Handylicht den Weg oder versuchen zu erahnen, in welche Richtung wir das Wasser drücken müssen, damit es bei der Pumpe ankommt.</p>



<p>Aber, egal wieviel wir kehren, pumpen und ableiten, kaum ist eine Stelle einigermaßen trocken, steht sie kurze Zeit später wieder unter Wasser. Die Massen erobern sich ihren Spiegel zurück und wir legen zur Beratung eine kleine Pause ein. „Habe gerade gehört, die Feuerwehr und das THW geben den Damm bei Manching auf“, meldet einer der Helfer. Außerdem soll das Abpumpen für noch mehr Schäden sorgen, da das Wasser an anderen Stellen wieder austreten kann und dadurch für weitere Überflutungen sorgt. Wir sind ratlos. Weiterpumpen, abwarten oder aufgeben? Wir bringen Biertische und Bierbänke in den Keller, um noch Brauchbares erhöht zu lagern und beenden die versuchte Trockenlegung. Die Hauseigentümer prüfen ihr Hab und Gut und ich trete die Heimreise an. Wer weiß, ob nicht schon die komplette Strecke nach Ingolstadt abgesperrt ist, so wie andere Ortschaften in der näheren Umgebung.</p>



<p>Ich wünsche allen vom Hochwasser Betroffenen, dass es nicht noch schlimmer kommt und die Arbeit vor Ort Sinn macht. Zu sehen, dass das Engagement auch was bringt, gibt einem Kraft weiter zu machen und nicht auf halber Strecke liegen zu bleiben wie ein eigentlich lebensrettendes Fahrzeug auf der B13. Und natürlich Mega-Respekt an alle beteiligten Gewerke, die ihr Leben riskieren und im Dauereinsatz versuchen, den Massen Herr zu werden.</p>



<p>(Daniel Melegi)</p>
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		<title>Warum dürfen wir zu Ostern 70 Stunden nicht tanzen?</title>
		<link>https://megazin.de/2024/03/31/warum-duerfen-wir-zu-ostern-70-stunden-nicht-tanzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[@Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2024 05:10:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Melegi]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Tanzverbot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Hey Daniel, der Chef will dich sprechen!“, schreit mir im vollen Laden die Bedienung entgegen. Die Tanzfläche bebt, ich freue mich mega, dass die Leute so abgehen. Aber, wenn der Chef ruft, muss ich hin, <a class="mh-excerpt-more" href="https://megazin.de/2024/03/31/warum-duerfen-wir-zu-ostern-70-stunden-nicht-tanzen/" title="Warum dürfen wir zu Ostern 70 Stunden nicht tanzen?">[...]</a></p>
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<p>„Hey Daniel, der Chef will dich sprechen!“, schreit mir im vollen Laden die Bedienung entgegen. Die Tanzfläche bebt, ich freue mich mega, dass die Leute so abgehen. Aber, wenn der Chef ruft, muss ich hin, ordere meinen Kollegen an die Turntables und schreite zum Boss in der ehemaligen Disco Rainbow in Manching. Ich öffne die Tür und Blicke in ein zorniges Augenpaar. „Daniel, so geht das nicht!“. Ich erstarre und verstehe nicht, was er von mir will. Der Abend läuft doch super. „Seit drei Stunden spielst du einen Hit nach dem anderen, die Leute gehen ab und keiner verlässt die Tanzfläche“. Er schaut mich weiterhin vorwurfsvoll an. Ich checke immer noch nicht, was er von mir will. „Ja, super, oder?“, antworte ich. Auch er merkt, dass wir gerade meilenweit aneinander vorbeireden und bittet mich Platz zu nehmen. Er zündet sich eine Zigarette an und schaut mir erneut tief in die Augen: „Für dich als DJ mag eine volle Tanzfläche das Ziel sein, für mich als Wirt ist sie es nicht. Du musst öfter dafür sorgen, dass die Tanzfläche leer ist, nur dann trinken die Leute und ich mache Umsatz“.</p>



<p>Das Rainbow gibt es schon lange nicht, aber diese Lektion habe ich nie vergessen. Wer tanzt, trinkt weniger. Womit wir beim Tanzverbot und dem vergangenen Wochenende wären. Hier hat jedes Bundesland sein eigenes Gesetz und selbst in einer kleinen Großstadt wie Ingolstadt weiß die eine Tür nicht, was die andere macht – bzw. machen darf. So prangert am Eingang zum Shamrock an diesem Donnerstag das Schild „Karaoke“, doch der Security winkt ab: „Die Stadt war gerade da und hat Karaoke verboten, da Livegesang“. Im Suxul nebenan sowie an anderen Stellen läuft lautstark Musik und es darf bis 2 Uhr getanzt werden. Wo liegt der Fehler? Der Blick ins Bayernrecht der Staatskanzlei offenbart: „Der Schutz der stillen Tage beginnt um 2.00 Uhr“, was auch diesen Donnerstag betrifft. Beim Shamrock dürfte sich selbst das Amt geirrt haben.</p>



<p>Doch, was ist nun das Schlimme am Tanz? „Wer tanzt der trinkt und hält sich so nicht an das strenge Verbot von Genussmitteln, denn Christen sollen sich zu Ostern abstinent zeigen und fasten“, so eine schnelle Suche im Internet. Im Grunde geht es also nicht um Tanz an sich, sondern eher um das Fasten. Denn, wie wir gelernt haben, hat Tanz nicht unbedingt was mit Komatrinken zu tun, bzw. ist sogar das Gegenteil davon, wenn man die Besucher vom Rainbow als Referenz nimmt.</p>



<p>Warum gibt es überhaupt dieses Gesetz, wer befürwortet es und wer hat einen Vorteil? Der weitläufige Glaube sieht die Entstehung bei der Kirche. Kreuzigung Jesu und so. Auf Katholisch.de, dem Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland, finden sich unterschiedliche Meinungen der eigenen Redaktion. Von „Wenn der Karfreitag kein Stiller Tag mehr ist, dann werden wir Christen weiterhin würdig den Tod unseres Herrn begehen, unabhängig davon, ob andere tanzen oder nicht.“, bis hin zu: „Die Zumutung, 24 Stunden lang aufs Tanzen zu verzichten, ist dagegen doch vergleichsweise klein“. (Links zu den Beiträgen am Ende)</p>



<p>Auf der „Konkurrenzseite“ evangelisch.de findet sich folgender Abschnitt: „Mit Argumenten allein wird man das Tanzverbot aber kaum mehr aufrecht erhalten können. Andererseits kann man den Karfreitag aber auch ohne Tanzverbot sinnvoll begehen, zumal eine solche Regelung in anderen Ländern unbekannt ist. In dieser Frage sollten sich Christen in Deutschland nicht verkämpfen“. Im Grunde kann es der Kirche auch egal sein, ob jemand tanzt oder nicht, sie alleinig kriegt jedes Jahr die schlechte Stimmung gegen sich ab. Ist die Front gegen die Kirche überhaupt gerechtfertigt? Letztendlich sind es nicht die Kirchen, die bis zu 10.000 Euro Strafe für Veranstalter aussprechen, sondern die Ämter in den jeweiligen Bundesländern. Also, wer ist nun der „Schuldige“ an diesem Gesetz und wer profitiert davon?</p>



<p>Einen Vorteil hat keiner. Den Kirchen weht Hass entgegen, die Ordnungsämter haben Mehrarbeit, Wirten und Veranstaltern entgeht Umsatz und Tanzfreudige sind aufgebracht.</p>



<p>Und wer ist nun der Schuldige? Das kurz und knapp zu beantworten ist schlicht unmöglich. So finde ich Belege über Tanzverbote ab dem 16. Jahrhundert in England &amp; in Amerika. Wikipedia schreibt zu Deutschland: „Allgemeine Tanzverbote wurden in Deutschland gelegentlich verhängt, so etwa durch die NS im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg" target="_blank" rel="noopener">Ersten Weltkrieg</a> 1914 und Silvester 1918 wieder aufgehoben. Im September 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, untersagte die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeit_des_Nationalsozialismus#Etablierung_des_Regimes_1933/34" target="_blank" rel="noopener">nationalsozialistische Regierung</a> öffentliche Tanzveranstaltungen mit der Begründung: „<em>Das Tanzverbot ist ein Ausdruck der Solidarität der Jugend mit der kämpfenden Front“</em>.</p>



<p>Schieben wir das Tanzverbot auf die Tradition, die immer schon eine enorme Macht hatte. Größer als Kirche und Staat zusammen. Und obwohl 2016 das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverfassungsgericht" target="_blank" rel="noopener">Bundesverfassungsgericht</a> den strengen Schutz des Karfreitags, wie er bis dahin in Bayern gegolten hatte, für verfassungswidrig erklärte, hält unser Bundesland an der Tradition fest, Sanktionen für Veranstalter auszusprechen. Warum? „Weil es immer so war und so ists guat“.</p>



<p>P.S.: Statt tanzen waren wir beim Griechen. Es war schön und süffig. Ein Ouzo zum Start, drei Bier zum Gyros und dann noch ein paar Absacker. Letztendlich sicherlich doppelt so viel, wie ich sonst im Rainbow verzehrt hätte. Chef Sepp hatte Recht: „Wer tanzt, trinkt nicht“.</p>



<p>Party on!</p>



<p>P.S.: Heute am Sonntag Ü30 im sepparee, Ingolstadt. Dann wieder mit Tanz! God bless you &amp; die Jugend an der Front!</p>



<p>Quellen:</p>



<p><a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/214137/30-03-2023/kolumne-evangelisch-kontrovers-tanzverbot-am-karfreitag-ja-oder-nein" target="_blank" rel="noopener">https://www.evangelisch.de/inhalte/214137/30-03-2023/kolumne-evangelisch-kontrovers-tanzverbot-am-karfreitag-ja-oder-nein</a></p>



<p><a href="https://www.katholisch.de/artikel/8408-der-stillste-tag" target="_blank" rel="noopener">https://www.katholisch.de/artikel/8408-der-stillste-tag</a></p>



<p><a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayFTG-3" target="_blank" rel="noopener">https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayFTG-3</a></p>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot" target="_blank" rel="noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot</a></p>



<p>Weitere interessante Artikel:</p>



<p><a href="https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/am-abgrund-entlang-als-der-krieg-vorbei-ist-bricht-in-berlin-die-tanzwut-aus_H665133920_69413803/" target="_blank" rel="noopener">https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/am-abgrund-entlang-als-der-krieg-vorbei-ist-bricht-in-berlin-die-tanzwut-aus_H665133920_69413803/</a></p>



<p><a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/protestpartys-gegen-tanzverbot-in-bayern-ausser-in-nuernberg,U8CUJgs" target="_blank" rel="noopener">https://www.br.de/nachrichten/bayern/protestpartys-gegen-tanzverbot-in-bayern-ausser-in-nuernberg,U8CUJgs</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://megazin.de/2024/03/31/warum-duerfen-wir-zu-ostern-70-stunden-nicht-tanzen/">Warum dürfen wir zu Ostern 70 Stunden nicht tanzen?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://megazin.de"></a>.</p>
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